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Uhrwerke erklärt: Quarz, Automatik, Handaufzug – was ist der Unterschied?

Jonas Bahl·22. Februar 2026·6 Min. Lesezeit
Uhrwerke erklärt: Quarz, Automatik, Handaufzug – was ist der Unterschied?

Eine Uhr ist nur so gut wie ihr Uhrwerk – das Herz, das die Zeiger antreibt. Es gibt drei Haupt-Typen: Quarz, Automatik und Handaufzug. Jeder hat seine Stärken und Schwächen.

1. Quarzwerk (Batterie)

Funktion: Eine Batterie schickt einen Strom durch einen Quarzkristall, der mit exakt 32.768 Schwingungen pro Sekunde oszilliert. Diese Schwingung wird in Sekundenimpulse umgewandelt.

Vorteile:

  • Extrem präzise: ±15 Sekunden pro Monat
  • Wartungsarm: alle 2-3 Jahre neue Batterie
  • Günstiger als Automatik

Nachteile:

  • Batteriewechsel nötig
  • "Tickendes" Sekundenrad

2. Automatikwerk

Funktion: Die Bewegung deines Handgelenks dreht einen Rotor im Inneren, der die Zugfeder aufzieht. Die Feder gibt ihre Energie über ein Räderwerk an die Unruh ab.

Vorteile:

  • Keine Batterie nötig
  • "Fließender" Sekundenzeiger
  • Wertstabil und reparierbar
  • Sichtbare Mechanik (oft durch Sichtboden)

Nachteile:

  • Weniger präzise: ±15-25 Sekunden pro Tag
  • Muss getragen oder manuell aufgezogen werden

3. Handaufzugwerk

Funktion: Du ziehst die Uhr manuell über die Krone auf. Kein Rotor, reine Mechanik.

Vorteile:

  • Dünnere Bauweise
  • Klassische, traditionelle Uhrmacherkunst

Nachteile:

  • Tägliches Aufziehen nötig
  • Bei ABOSA nicht verbaut (alle unsere mechanischen Uhren sind Automatik)

Was ist bei ABOSA verbaut?

Unsere Kollektion nutzt:

  • Seiko NH35A Automatik (z.B. PD-1692, PD-1733)
  • TMI VK63/VK64 Quartz-Chronograph (z.B. PD-1701, PD-1822)
  • Pearl DG5833 GMT Automatik (z.B. PD-1662)

Welches Werk ist das richtige für mich?

  • Du willst maximale Präzision? → Quarz
  • Du liebst Mechanik? → Automatik
  • Du trägst die Uhr täglich? → Automatik
  • Du wechselst oft die Uhren? → Quarz (keine Gangreserve-Probleme)

Fazit

Es gibt kein "bestes" Uhrwerk – nur das richtige für deinen Gebrauch. Für Uhren-Enthusiasten führt aber meist kein Weg an einer Automatikuhr vorbei: Sie hat einfach diesen besonderen Charakter, den eine Batterie nie haben wird.

Im Artikel erwähnte Uhren

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